Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Einführung in die antike Kunst
Person:
Menge, Rudolf
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1225504
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1227740
172 
Kunät. 
Die griechische 
wichtigsten für uns sind solche Stücke, welche uns Aufschlufs 
geben über die älteste Kunst in Griechenland, von der sich 
so wenig Reste erhalten haben. Nach dieser Seite hervorra- 
gend ist das Taf. 7, Fig. 12 abgebildete Werk (vgl. S. 51 
des Textes). 
Hätte sich nicht zu den grofsen Erdbeben im Beginne 
des sechsten Jahrhunderts n. Chr., welche die olympische 
Pracht in Trümmer legten, die Raubgier der späteren Be- 
wohner gesellt, welche das Metall einschmolzen, den Marmor 
zertrümmerten und verbauten oder zu Gips brannten, so würde 
uns Olympia ein deutliches Bild griechischer Kulturentwicke- 
lung vom frühesten Zeitalter bis etwa in die Mitte des dritten 
Iahrhu-nderts n. Chr. entrollt haben. Denn später war Olym- 
pias Bedeutung erloschen, wenn auch das Fest bis zum Jahre 
393 gefeiert worden ist. Leider hat aber der barbarische 
Geist späterer Jahrhunderte so wild gehaust an der heiligen 
Stätte, dafs von diesem Bilde nur dürftige Bruchstücke übrig 
geblieben sind. Diese ans Licht gezogen zu haben, ist ein 
Verdienst des Deutschen Reichs und besonders des deutschen 
Gelehrten E. Curtius; sie wieder zu deuten, zu verbinden und 
zu ergänzen wird noch lange eine Aufgabe der Altertums- 
wissenschaft sein.
        

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