Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Einführung in die antike Kunst
Person:
Menge, Rudolf
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1225504
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1226840
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Die griechische  Kunst? 
mit Unrecht oft Athene Prornachos genannt. wird. Dieses 
Meisterwerk des jugendlichen (Pheidias war angeblich aus der 
marathonischen Baute gemacht und zum Andenken an jene 
glorreiche Schlacht hier aufgestellt worden. Von dieser Stelle 
nördlich, an der Mauer  ist eine moderne Treppe, welche 
zur Grotte der Agraulos (31) hinabfiihrt. Die Vereinigung von 
Bauten südöstlich davon (19 und 20) wird von den Athenern 
„das Heiligtum", von uns gewöhnlich Erechtheion genannt, 
Eine Freitreppe (21) führt zwischen diesem und der nörd- 
lichen Mauer auf die höheren 'l'e_,ile des Plateaus. Die höchste 
Stelle befindet sich bei 18, wo noch Spuren von Weihgeschen- 
ken vorhanden sind. Bei 17 fanden sich noch Reste eines 
gröfseren Gebäudes, vielleicht eines Zeughauses, bei 16 Reste 
von Basen, auf denen die später zu nennenden Weihgeschenke 
des Attalos (s. zu Taf. 28) aufgestellt waren. Nach der Mitte 
zu erhebt sich der gewaltige Bau des Parthenon  Schrei- 
ten wir an diesem südlich vorüber wieder nach dem Eingange 
hin, so sehen wir nach Westen zu zunächst I4 Stufen, auf denen 
einst Weihgeschenke standen, dann zwei Tempelbezirke. Der 
obere (13) war der Athene Ergane, der andere (12) der Brau- 
ronischen ArtemiS heilig. Gehen wir hier an die südliche, 
die sogenannte Kimonische Mauer heran und blicken hinab 
und hinaus in die Ferne, so thut sich uns ein herrlicher 
Blick auf. Im Süden zeigt sich das Meer und das attische 
Gestade -mit seinen verschiedenen Häfen, etwas rechts die 
Insel Ägina, weiter rechts das buchtenreiche Salamis, im 
Hintergrunde die Berge des Peloponnes und die klippenreichen 
Nordküsten desselben, ja vielleicht auch im Westen die Kuppe 
von Akrokorinth. Nach Osten begrenzen die Linien des at- 
tischen Hymettos die Aussicht. Unmittelbar unter uns sehen 
wir einen Teil der Unterstadt, hinter der das Thal des Ilissos 
sich nach Westen zieht. Verfolgen wir dasselbe mit den 
Augen, so treffen wir auf die langen Mauern, welche sich 
südwestlich nach dem Peiraieus erstrecken. Weiter westlich 
endlich ist die attische Ebene mit dem heiligen Olwalde, 
durch welchen der Kephissos der phalerischen Bucht zulliefst. 
Wahrlich, die Akropolis ist nicht nur ein herrlicher Schmuck 
des Landes, sondern sie selbst.erhält auch durch die Um- 
gegend einen unaussprechlichen Reiz. Doch reifSen wir uns 
los von diesem Ausblick und schreiten wir wieder zu den 
Propyläen hinaus, um die Burg noch vollends zu umwandern. 
Nördlich, unmittelbar vor dem Thore, windet sich eine 
schmale Treppe abwärts, auf deren 69 Stufen wir zur Klep- 
sydra (24) gelangen, einer bald stark, bald schwach tliefsen- 
den Quelle. Hinter ihr im Felsen war eine Grotte des
        

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