Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Malerei
Person:
Zola, Emile Helferich, Herman
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1222543
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1223733
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von wahren Landschaftsbildern giebt, in Ruhe lassen. 
In Parenthese: kommt es einem nicht vor, als wären 
hier Festapotheosen, nachdem das bengalische Feuer 
angezündet ist, und geben die gelben und roten 
Lichter auf den Bildern nicht jedem Gegenstand 
den Anschein des Todes? 
Was Geröme und Dubuffe anlangt, so bin ich 
mehr als befriedigt, von ihren Bildern nicht sprechen 
zu müssen. Denn ich wiederhole es, im Grunde 
bin ich ein sensibler Mann und höchst ungern be- 
reite ich meinen Mitmenschen Schmerz. Die Mode 
für Geröme ist im Zuriickgehen; Dubuffe hat sich 
sehr anstrengen müssen und wird doch nur wenig 
dafür belohnt werden. Ich bin glücklich, dass ich 
nicht die Zeit habe, dies alles auszuführen. 
Nur Eins bedaure ich, dass ich keinen grösseren 
Platz für drei Landschafter, die ich liebe, übrig 
behalte, nämlich für Corot, Daubigny und Pissarro. 
Aber ich kann ihnen zum Adieusagen wenigstens die 
Hand drücken. 
Wenn Corot nur einmal für immer die Nymphen 
töten wollte, mit denen er seine Gehölze bevölkert, 
und sie durch Bäuerinnen ersetzen möchte, so würde 
ich ihn über die Maassen lieb haben! 
Ich weis, dass für diesen leichten Baumschmuck, 
für diese feuchten, lächelnden Morgenstimmungen 
durchscheinende Geschöpfe, Träume, die in Dunst 
gekleidet sind, sich als nötig erweisen. Deshalb 
möchte ich von dem Meister manchmal eine mensch-
        

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