Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Malerei
Person:
Zola, Emile Helferich, Herman
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1222543
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1223684
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ein Atem der Erde. Eine, höchstens zwei Figuren, 
dann einige grosse Terrainlinien und damit lag das 
Feld, das Land offen vor Einem, in seiner wahren 
Poesie, in jener Poesie, die aus nichts als Realität 
gemacht war. 
Aber ich spreche als Dichter und die Maler 
lieben das nicht. 
Wenn vom nmetier" gesprochen sein muss, so 
möchte ich hinzufügen, dass die Malweise Millets 
fett und solide war, und die verschiedenen Flecken 
eine grosse Kraft und Richtigkeit hatten. Der 
Künstler ging mit dem Vollenden einfacher Stücke 
vor  wie alle wahrhaft guten Maler. 
Dieses Jahr fand ich eine weiche und un- 
bestimmte Malerei. Man möchte sagen, der Künstler 
hat auf Löschpapier gemalt, und das Öl hat sich 
ausgedehnt. Die Gegenstände in den Hintergründen 
scheinen sich zu erdrücken. Das ist wie eine 
Malerei in Wachsfarben, die man erhitzt hat 
deren verschiedene Tinten ineinanderflossen. 
und 
Ich 
fühle 
keine 
Realität 
in 
dieser 
Landschaft. 
Wir sind am Ende eines Dorfs und plötzlich er- 
weitert sich der Horizont. Ein Baum steigt allein 
in dieser Unendlichkeit auf. Hinter diesem Baum 
errät man die weite Luft. Doch wiederhole ich es, 
die Malerei ermangelt der Kraft und Einfachheit, 
die Töne löschen sich aus und verwischen sich und 
mit 
einem 
Mal 
wird 
der 
Himmel 
klein 
und 
der 
Baum 
scheint 
an 
den 
Wolken 
Zu 
kleben.
        

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