Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Malerei
Person:
Zola, Emile Helferich, Herman
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1222543
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1223675
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Arbeit und sehr bestimmt. Ich leugne nicht, dass 
das „Schlupfgebüsch der Rehe" einen grossen Reiz 
und viel Leben hat. Aber es fehlt diesen Bildern 
das ich weiss nicht was von Mächtigkeit und Willen, 
was ganz Courbet ist. Es ist Sanftmut und Lächeln 
darin; Courbet  um ihn mit einem Wort zu zer- 
triimmern  hat etwas Niedliches gemacht! 
Man sagt, dass er für die grosse Medaille be- 
stimmt ist. Wäre ich Courbet, ich würde nicht 
für die „Frau mit dem Papagei" die höchste Be- 
lohnung annehmen, nachdem sie mir für das „_]äger- 
recht" und die "Steinhauer" verweigert worden ist. 
Ich würde verlangen, dass erklärt würde, dass man 
mich in meinem Genie gutheisse, und nicht in 
meinen Nippsachen. Es wäre für mich ein sehr 
trauriger Gedanke, dass zwei Arbeiten von mir 
ausgezeichnet würden, die ich nicht als gesunde 
und starke Töchter meines Geistes anerkennen könnte. 
Noch zwei andere Künstler sind im Salon, 
über die ich geweint habe, Millet und Theodore 
Rousseau. Alle beide waren und sind noch  
wie es mir gefällt es zu glauben  Individualitäten, 
für welche ich die allerlebhafteste Bewunderung 
hege. Indem ich sie aber wiederfinde, nehme ich 
wahr, dass sie die Festigkeit ihrer Hand und die 
Vorzüglichkeit ihrer Augen verloren haben. 
Ich erinnere mich der ersten Malereien, die 
ich von Millet sah. Die Horizonte dehnten sich 
weit und frei, auf der Leinwand war etwas wie
        

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