Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Malerei
Person:
Zola, Emile Helferich, Herman
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1222543
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1223579
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mächtigen Temperament begangen wird. Dann 
müsste Ribot alles haben, womit er mir gefallen 
könnte. Die weisslichen Lichter, die schmutzigen 
Schattentöne sind von einer von vornherein gefassten 
Ansicht eingegeben, der Künstler unterwarf die Natur 
seiner Individualität und hat ganz aus sich heraus 
diese bleiche Welt erschaffen; wie schade, er hat 
nichts geschaffen; seine Welt existiert seit langem. 
Es ist eine spanische, kaum auf französische Art ein- 
gerichtete Welt: nicht nur, dass das Werk nicht 
wahr ist und nicht lebt, es ist auch kein neuer 
Ausdruck des menschlichen Genius. 
Ribot hat nichts zur Kunst hinzugefügt, er 
hat nicht sein ihm eigenes Wort gesagt, er hat 
uns nicht ein Herz und ein Fleisch offenbart. Er 
ist ein unnützes Temperament, wenn man will; 
eine unglückliche Begegnung. Sicherlich ziehe ich 
diese falsche Kraft, diese Schleichhändlerindividualität 
den. unerträglichen Niedlichkeiten vor, von denen 
ich zu sprechen haben werde. Aber ganz in meinem 
Innern höre ich eine Stimme, die mir zuruft: Nimm 
dich in acht. Der da ist perfide. Er scheint 
energisch und wahr. Geh bis ins Mark und du 
findest die Lüge und das Nichts. 
Der Realismusbesteht für viele Personen, für 
Vollon zum Beispiel, in der Wahl eines ordinären 
Gegenstandes. Dieses Jahr ist Vollon Realist ge-
        

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