Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Malerei
Person:
Zola, Emile Helferich, Herman
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1222543
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1223559
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da 
Ich stelle Courbet und Millet auf die Seite, 
ich ihnen eine besondere Studie widmen möchte. 
Ich gestehe, das Bild, das mich am längsten 
zum Verweilen veranlasst hat, ist die „Camille" 
von Monet. Eine energische und lebendige Malerei. 
Ich war rasch durch die kalten, leeren Säle ge- 
kommen, müde davon, dass ich kein neues Talent 
entdeckt hatte, da sah ich diese junge Frau, die 
ihr langes Kleid schleppt und sich in die Mauer 
vertieft, als gäbe es ein Loch. Ihr könnt nicht 
glauben, wie angenehm es ist, ein wenig bewundern 
Zu können, wenn man davon müde ist, dass man 
gelacht und die Nase gerümpft hat. 
Ich kenne Monet nicht, ich glaube selbst, dass 
ich früher nie eins seiner Bilder aufmerksam be- 
trachtet hatte. Es scheint mir dennoch, dass ich 
einer von seinen alten Freunden sein muss. Und 
Das deshalb, weil sein Gemälde mir eine Geschichte 
V0n Energie und Wahrheit erzählt. 
Nun ja, das ist ein Temperament, ein! Mann 
in der Menge dieser Eunuchen. Seht die Nachbar- 
bilder an und ihr werdet bemerken, wie jammer- 
voll sie neben diesem auf die Natur geöffneten 
Fenster sind. Hier ist mehr als ein Realist, hier 
ist ein feinfühlender und starker Interpret, der jede 
Einzelheit wiederzugeben verstand, ohne ins Trockene 
Zu verfallen.
        

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