Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Malerei
Person:
Zola, Emile Helferich, Herman
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1222543
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1223539
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viduellen Temperamente 
wird euch solchermassen 
sehen. Jeder Künstler 
eine verschiedene Welt 
geben, und ich werde gern alle diese verschiedenen 
Welten annehmen, falls jede von ihnen der leb- 
hafte Ausdruck eines Temperamentes ist. Ich 
bewundere die Welten Delacr0ix' und Courbets: 
nach dieser Erklärung kann man mich, glaube ich, 
in keine Schule einsperren. 
Allein dies kommt in unseren Zeiten psycho- 
logischer und physiologischer Analyse vor. Die 
Neigung geht zur Wissenschaft. Gegen unser Wesen 
werden wir zum exakten Studium der Thatsachen 
geführt. Alle starken Individualitäten, die sich 
offenbaren, bekennen sich im Sinne der Wahrheit. 
Die Bewegung der Zeit ist sicherlich realistisch 
oder vielmehr positivistisch. Ich bin demnach ge- 
zwungen, die Männer zu bewundern, die einige 
Verwandtschaft unter sich zu haben scheinen, die 
Verwandtschaft der Stunde, in der "sie leben. 
Würde aber morgen ein Genie von anderer 
Art kommen, ein Geist der Reaktion, der uns mit 
Macht eine neue Erde gäbe, seine Erde: ich ver- 
spreche ihm meinen Beifall. Nicht genug kann ich 
es wiederholen, ich suche Menschen und nicht 
Gliederpuppen, Menschen vori Fleisch und Knochen, 
die uns beichten, und nicht Lügner, die keinen Ton 
im Bauch haben.
        

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