Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Malerei
Person:
Zola, Emile Helferich, Herman
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1222543
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1223529
Die 
Realisten 
des 
Salons. 
Am 
Mai. 
Verzweifelt wäre ich, wenn meine Leser wäh- 
rend eines Augenblicks dächten, ich sei hier der 
Fahnenträger einer Schule. Es hiesse mich schlecht 
verstehen, wenn man aus mir einen Fanatiker des Rea- 
lismus machen würde, der einer Partei eingeordnet ist. 
Ich gehöre zu meiner Partei, zur Partei des 
Lebens und der Wahrheit, das ist alles. Ich habe 
einige Ähnlichkeit mit Diogenes, der einen Menschen 
suchte; ich suche in der Kunst ebenfalls Menschen, 
neue und mächtige Temperamente. 
Ich pfeife auf den Realismus, insofern, als 
dies Wort nichts recht Bestimmtes für mich vor- 
stellt. Wenn ihr unter diesem Ausdruck die Not- 
wendigkeit versteht, die für die Maler existiert, 
die wahre Natur anzusehen und wiederzugeben, 
dann ist es kein Zweifel, dass alle Künstler Realisten 
sein müssen. Träume malen ist ein Spiel der 
Kinder und Frauen; die Männer haben die Auf- 
gabe, die Realität zu malen. 
Sie nehmen die Natur und geben sie wieder, 
geben sie wieder, indem sie sie durch ihre indi-
        

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