Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Malerei
Person:
Zola, Emile Helferich, Herman
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1222543
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1223519
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leicht wird man über den Lobredner lachen, wie 
über den Maler gelacht worden ist,  eines Tages 
werden jedoch wir beide gerächt sein. Es giebt 
eine ewige Wahrheit, die mich bei der Kritik 1 
unterstützt: die ist, dass die Temperamente allein f 
leben und die Zeitalter beherrschen. Es ist un- 
möglich  unmöglich, versteht ihr  dass Manet 
nicht seinen Ruhmestag erlebt und dass er nicht 
die furchtsamen Mittelmässigkeiten zerschmettert, 
die ihn umgeben. 
Wer zittern soll, das sind die Faiseure, die 
Menschen, die etwas wie eine Originalität den 
Meistern der Vergangenheit gestohlen haben; oder 
Die, die Bäume und Menschen in kalligraphischen 
Linien zeichnen, die weder wissen, was sie sind, 
noch was die sind, über die sie lachen. Sie werden 
die Toten von morgen sein. Manche unter ihnen 
sind seit zehn Jahren tot, wenn man sie beerdigt, 
und sie überleben sich, indem sie schreien,-dass 
man die Würde der Kunst verletzte, als eine 
lebendige Leinwand in dieses grosse Massengrab, 
den'Salon, gebracht wurde. 
2131-173  
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