Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Malerei
Person:
Zola, Emile Helferich, Herman
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1222543
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1223483
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pudert hätte, so wäre das Mädchen möglich ge- 
wesen. Es ist auch eine Katze auf dem Bilde, die 
das Publikum recht ergötzt hat. Diese Katze ist 
wirklich hochkomisch, und, nicht wahr, man musste 
verrückt sein, um eine Katze in dieses Bild zu 
bringen. Eine Katze, stellt euch das vor, eine 
schwarze Katze, was noch mehr ist. Das ist hoch- 
komisch! Meine armen Mitbürger, gesteht doch 
ein, dass euer „Geist" wohlfeil ist. 
Aber das Werk, das ich noch vorziehe, ist doch 
der „Pfeifer", der dieses Jahr refüsiert worden ist. 
Auf einem leuchtenden grauen Grunde hebt sich 
der junge Musiker ab, in Dienstuniform, mit rotem 
Beinkleid und Käppi. Er bläst sein Instrument, 
von vorne gesehen. Ich habe gesagt, dass das 
Talent Manets aus Richtigkeit und Einfachheit ge- 
macht ist, besonders deswegen habe ich es gesagt, 
weil ich mich des Eindrucks erinnerte, den diese 
Leinwand auf mich machte. Ich glaube nicht, dass 
es möglich ist, eine so mächtige Wirkung mit weniger 
komplizierten Mitteln zu erlangen. 
Das Temperament Manets hat etwas Be- 
stimmtes, er nimmt in der Malerei das einzelne Stück 
in Angriff, er zeichnet rasch die Gesichter, schreckt 
nicht vor dem Ungestüm der Natur zurück, giebt 
in der richtigen Valeur die verschiedenen Gegen- 
stände, von denen sich der eine gegen den andern 
absetzt. Sein ganzes Wesen bringt ihn dazu, 
fleckenweise zu sehen, in energischen Stücken;
        

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