Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Malerei
Person:
Zola, Emile Helferich, Herman
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1222543
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1223473
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über sie zu lachen. Ich versichere euch, dass eure 
Grimassen und euer Grinsen ihn wenig beun- 
ruhigen. 
Ich habe das "Mittagessen im Grase" wieder- 
gesehen, dieses Meisterwerk, das im Salon der 
Zurückgewiesenen ausgestellt war und wette, dass 
unsere beliebten Maler uns keinen so weiten und 
mit Luft und Licht erfüllten Horizont geben können. 
Ja, ihr lacht noch, weil die violetten Lüfte von 
Nazon euch verwöhnt haben. Hier ist eine wohl- 
gebaute Natur, die euch missfallen muss. Wir 
sehen hier auch weder die Gipskleopatra von Geröme 
noch die niedlichen weiss und rosa Persönchen 
von Dubuffe. Wir sehen hier nur unglücklicher- 
weise Personen des Alltags, die das Unrecht be- 
gangen haben, Muskeln und Knochen zu haben wie 
alle Menschen. Ich begreife eure Enttäuschung 
und Heiterkeit gegenüber dieser Leinwand; man 
hätte eure Blicke mit Handschuhkastenbildern 
kitzeln sollen. 
Ich habe ebenfalls „Olympia" wiedergesehen, 
die den schweren Fehler begangen hat, vielen 
Frauen ähnlich zu sehen, die ihr kennt. Und dann, 
nicht wahr, welch eine seltsame Neigung ist das, anders 
als die Andern zu malen! Wenn wenigstensManet die 
Reismehlpuderquaste Cabanels genommen und die 
Wangen und den Busen der Olympia etwas ge- 
Zola, "Malereif S
        

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