Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Malerei
Person:
Zola, Emile Helferich, Herman
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1222543
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1223469
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In diesem Atelier habe ich vollständig Manet 
begriffen. Ich hatte ihn instinktiv geliebt; seitdem 
habe ich sein Talent durchdrungen und werde ver- 
suchen, es zu analysieren. lm Salon schrieen seine 
Bilder unter dem scharfen Licht inmitten der spott- 
schlechten Bilder, die man um sie herum gehängt 
hatte. Ich sah sie endlich, wie jedes Bild gesehen 
werden sollte, an dem Orte, wo sie gemalt waren. 
Das Talent Manets besteht aus Einfachheit und 
Richtigkeit. Ohne Zweifel, vor der unwahrschein- 
lichen Natur, an welche einige meiner Kritiker- 
Kollegen glauben, wird er sich entschlossen haben, 
die Wirklichkeit zu befragen; er wird jede erworbene 
Wissenschaft, jede alte Erfahrung abgelehnt haben 
und die Kunst am Anfang, das heisst bei der ge- 
nauen Beobachtung der Gegenstände wieder haben 
ergreifen wollen. 
Er hat sich darum mutig einem Gegenstande 
gegenübergestellt, er hat diesen Gegenstand in 
grossen Flecken, in kräftigen Gegeneinandersetzungen 
der Flecke gesehen; und er hat jede Sache so 
gemalt wie er sie gesehen hat. Wer wagt hier 
von kleinlichem Kalkül zu sprechen, wer wagt 
dem gewissenhaften Künstler nachzusagen, dass er 
sich über die Kunst und über sich selbst lustig 
gemacht habe? Man müsste die Spötter bestrafen, 
denn sie beleidigen einen Mann, der eine unserer 
Grössen sein wird, und sie beleidigen ihn elend, 
über ihn lachend, der sich nicht einmal herablässt,
        

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