Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Malerei
Person:
Zola, Emile Helferich, Herman
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1222543
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1223327
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Wurf aus einer kräftigen und einzigen Hand her- 
vorgehen. 
Es handelt sich hier demnach nicht darum, 
dass ein Künstler gefällt oder nicht gefällt, es han- 
delt sich darum, dass er er selbst ist, sein Herz 
nackend vorlegt, dass er energisch eine Individuali- 
tät ausdrückt. 
und 
einzigen 
Hand 
her- 
Ich bin nicht für irgend eine Schule, weil ich 
für die menschliche Wahrheit bin, die jede Koterie 
und jedes System ausschliesst. Das Wort "Kunst" 
missfällt mir, es enthält in sich schon einige Ideen 
von notwendigen Arrangements, von absolutem Ideal. 
Kunst treiben, ist das nicht etwas treiben, was 
ausserhalb des Menschen und der Natur ist? Ich 
aber will, dass man das Leben mache, das will ich. 
Ich will, dass man lebendig sei, dass man neu 
schaffe, ausserhalb von Allem, gemäss den eigenen 
Augen und dem eigenen Temperament. Was ich 
vor allem in einem Gemälde suche, ist ein Mensch 
und nicht ein Gemälde. 
Es giebt nach meiner Meinung zwei Elemente 
in einem Werk: das wirkliche Element, das die 
Natur ist und das individuelle Element: der Mensch. 
Das wirkliche Element, die Natur, ist beständig, 
immer dasselbe; gleichbleibend für alle Welt; ich 
würde sagen, es könnte als gemeinsamer Massstab 
für alle geschalfenen Werke verwandt werden, wenn 
ich zugäbe, dass es einen gemeinsamen Massstab 
geben könnte.
        

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