Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Malerei
Person:
Zola, Emile Helferich, Herman
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1222543
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1223265
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ihm abgeschickt worden (denn der Meister von 
Ornans ist ein furchtbarer Lärmmacher, den man 
nicht beleidigen will), und es heisst, dass man ihm 
Titel und Ehren angeboten hat, für den Fall, dass 
er seine Schüler verleugnen würde. Die grosse 
Medaille oder die Ehrenlegion. Am folgenden Tage 
hat Courbet sich zu seinem Schüler Brigot begeben 
und ihm erklärt: „er, Brigot, habe nicht die Philo- 
sophie seiner Malerei." Die Philosophie der 
Malerei von Courbet? Mein armer teurer Meister, 
durch das Buch von Proudhon bist du an Demo- 
kratie krank geworden. Bleibe der erste Meister 
unserer Zeit; werde nicht Moralist oder Sozialist. 
Im übrigen bedeuten heute meine Sympathieen 
wenig. Ich, Publikum, beklage mich, dass ich in 
meiner Freiheit, mir eine Meinung zu bilden, ver- 
letzt worden bin. Ich, Publikum, bin ärgerlich, 
weil man mir den künstlerischen Moment nicht 
voll und ganz wiedergiebt. Ich, Publikum, ver- 
lange, dass man mir nichts verbirgt, ich hänge 
berechtigter und gesetzlicher Weise den Künstlern 
einen Prozess an, die mit vorgefasster Meinung 
eine ganze Gruppe aus dem Salon vertrieben haben. 
Eine Versammlung, eine Verbindung von 
Menschen, die zu dem Zweck ernannt ist, um 
irgend welche Entscheidungen zu treffen, ist keine 
einfache Maschine, die sich nach Einer Seite dreht 
und nur Einer Triebfeder folgt. Eine feingefühlte 
Studie liesse sich über die Bewegungen jedes Rades,
        

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