Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Malerei
Person:
Zola, Emile Helferich, Herman
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1222543
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1223255
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Ich behaupte fest, dass die Jury, die dies Jahr 
geurteilt hat, nach einer vorgefassten Meinung ge- 
handelt hat. Eine ganze Seite der französischen 
Kunst ist uns in diesem Salon absichtlich verhüllt 
wordeth Ich habe Manet und Brigot genannt; denn 
Diese sind schon bekannt. Ich könnte zwanzig 
Andere citieren, die derselben künstlerischen Be- 
wegung angehören. Damit ist gesagt, dass die Jury 
keine starken und lebenden Bilder hat haben wollen, 
keine Studien, die im vollen Leben, in der vollen 
Wirklichkeit gemacht sind. 
Wohl weiss ich, dass ich die Lacher nicht auf 
meiner Seite haben werde. Man lacht gerne in 
Frankreich; ich schwöre, dass ich lauter lachen 
werde. Und wer zuletzt lacht, lacht am besten. 
Ja, ich stelle mich als Verteidiger der Wirk- 
lichkeit hin. Ich gestehe ruhig, dass ich Manet 
bewundern werde, ich erkläre, dass ich mir wenig 
aus dem Reismehl von Cabanel mache und dass 
ich die scharfe und gesund riechende wahrhafte 
Natur vorziehe. Übrigens wird jedes meiner Urteile 
zu seiner Zeit kommen. Ich begnüge mich hier, 
festzustellen  und niemand wird mich Lügen 
strafen  dass die Bewegung, die man unter dem 
Namen Realismus bezeichnet hat, im Salon nicht 
vertreten sein wird. 
Ich weiss wohl, dass Courbet da sein wird. 
Aber Courbet ist, wie es scheint, zum Feinde über- 
gelaufen. Es heisst, es ist eine Gesandtschaft zu
        

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