Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Malerei
Person:
Zola, Emile Helferich, Herman
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1222543
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1223221
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diese Künstler nicht viel schlechter geworden sein; 
ich weiss selbst, dass ihre letzten Gemälde besser 
geworden sind. Wie ist also die Nichtaufnahme 
zu erklären? 
Es scheint mir logisch richtig, dass, wenn ein 
Maler heute würdig befunden worden ist, seine 
Werke dem Publikum zu offenbaren, man nicht 
morgen seine Leinwände wieder zudecken darf. 
Diesen Irrtum hat jedoch die Jury begangen. 
Warum? Das will ich erklären. 
Denkt euch, dass ein Bürgerkrieg zwischen 
den Künstlern ist. Die heute Mächtigen setzen 
die Machthaber von gestern hinaus. Ein Tohuwabohu 
von Ehrgeiz und Hass, ein Rom in der Zeit von 
Marius und Sulla. Und wir, mein gutes Publikum, 
wir, die wir ein Anrecht haben, die Werke aller 
Künstler zu sehen, wir sehen nie mehr als die 
Werke der gerade siegenden Partei. Oh Wahrheit! 
Oh Gerechtigkeit! 
Niemals strafte in der Weise die Aka- 
demie sich Lügen. Sie hielt 
hindurch draussen vor der Thür 
die 
Leute Jahre 
hatte sie sie 
aber eingelassen, 
wieder. 
S0 
verscheuchte 
sie 
sie 
nicht 
Gott soll mich bewahren, dass ich zu laut die 
Akademie wieder herbeirufe. Das Schlechte ist 
besser als das Schlechtere  das ist alles. 
Ich will nicht einmal Richter aussuchen 
und einige Künstler als solche bezeichnen, die
        

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