Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Malerei
Person:
Zola, Emile Helferich, Herman
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1222543
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1223187
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aus dem Salon hinausgeworfen worden ist, der darf 
seine Richter nicht wählen, er muss sich Die gefallen 
lassen, die ihm unsere Gleichgültigkeit und Kame- 
raderie bestimmt haben. 
Auf diesen Punkt möchte ich Nachdruck legen. 
Die Jury wird nicht durch eine allgemeine Stimm- 
abgabe ernannt, sondern durch eine gewisse Zahl 
von Personen, die nicht mehr der Jury unterliegen, 
weil sie schon Belohnungen erhalten haben. Welchen 
Schutz haben nun Die, die keine Medaillen haben, 
um sich zu verteidigen? Was denn, man schafft 
eine Jury, die den Auftrag hat, die Werke der 
jungen Künstler zu prüfen und anzunehmen und 
man lässt diese Jury durch Die ernennen, die sie 
nicht mehr nötig haben! Wen man zum Votum 
rufen muss, das sind gerade die Unbekannten, die 
im Verborgenen arbeiten  damit sie versuchen, 
einen Gerichtshof zu konstituieren, der sie versteht 
und sie endlich den Blicken der Menge zeigt! 
Die Geschichte eines Votums ist immer etwas 
Miserables. Die Kunst hat nichts mit ihr zu thun. 
Man ist mitten in menschlicher Dummheit. Man 
kann sich schon denken, was geschieht und jedes 
Jahr sich erneuert. Bald ist es die Koterie dieses 
Herrn, bald die jenes Herrn, die obsiegt. Wir haben
        

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