Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Malerei
Person:
Zola, Emile Helferich, Herman
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1222543
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1223175
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Gaumen 
setzte. 
und 
das 
Auge 
angenehmere 
Nahrung 
VOT- 
Da kamen die Lamentationen der alten Köchin, 
der Akademie: sie halfen nicht. Man nahm ihr die 
Pfanne ab, in der sie zwei oder drei Generationen 
von Künstlern geschmort hatte. Man vertraute die 
Besorgung des Amtes anderen Bratenverderbern an. K 
ä" 
Hier zeigt sich nun die praktische Auffassung, 
welche wir von der Freiheit und von der Gerechtigkeit 
haben. Da die Künstler sich über die Clique der 
Akademie aufhielten, wurde der Beschluss gefasst, 
sie sollten sich selbst eine Jury wählen; dann würden 
sie sich nicht beklagen können, falls auch diese zu 
streng und persönlich wäre. So ward beschlossen. 
Nun redet ihr euch vielleicht ein, dass alle 
Maler und alle Bildhauer, alle Kupferstecher und 
alle Architekten zu dieser Wahl zugelassen wurden? 
Man würde Frankreich mit zu blinder Liebe lieben, 
wenn man das glaubte. Die Wahrheit ist traurig, 
doch habe ich die Pflicht, mitzuteilen, dass nur Die- 
jenigen die Jury ernennen dürfen, die gerade die 
Jury nicht brauchen. Du und ich, die wir eine oder 
zwei Medaillen in der Tasche haben, wir dürfen Den 
oder Den wählen, der uns im übrigen einerlei ist, 
denn er hat nicht das Recht, unsere schon an sich 
aufgenommenen Bilder zu beanstanden. Aber der 
arme Teufel, der fünf oder sechs Jahre hindurch 
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