Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Malerei
Person:
Zola, Emile Helferich, Herman
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1222543
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1223131
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banden sein, der Wind wird dann die Blätter des 
„Evenement" verweht haben und man wird mich 
für Dinge verantwortlich machen, die ich nicht ge- 
sagt habe, rnir Dummheiten in den Mund schieben, 
die ich nie formulierte. Das will ich nicht; und 
darum vereinige ich die Artikel, die ich im „Evene- 
ment" unter dem Pseudonym Claude veröifentlichte. 
Ich hege den Wunsch, mein "Salon" solle wenigstens 
bleiben wie er ist und so, wie das Publikum selbst 
ihn gewollt hatte. 
Es sind die befleckten, die abgerissenen Seiten 
einer Studie, die ich nicht vollenden konnte. Ich 
gebe sie für das aus was sie sind, als Bruchstücke 
einer Analyse und Kritik; es ist kein Werk, das 
ich dem Leser biete, es sind in gewissem Sinne 
nur Prozessakten. 
Die Geschichte ist ausgezeichnet, mein Freund. 
Für nichts in der Welt würde ich diese Blättchen 
vernichten. In sich können sie nicht viel, doch 
sind sie der Prüfstein gewesen, an dem ich das 
Publikum kennen lernte. Jetzt wissen wir, wie 
unpopulär unsere lieben Gedanken sind! 
Und dann gefällt es mir auch noch, ein zweites 
Mal meine Ideen auszubreiten. Ich glaube an sie, 
ich weiss, dass ich in einigen Jahren mit meinen 
Ideen recht haben werde. Ich fürchte nicht, dass 
man sie mir später ins Gesicht wirft. 
Paris, den 20. Mai 1866. 
Emile 
Zola.
        

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