Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Malerei
Person:
Zola, Emile Helferich, Herman
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1222543
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1223108
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noch? und fand uns wach, während wir die Ver- 
gangenheit noch durchstöberten, die Gegenwart 
fragten und den Versuch anstellten, uns eine -un- 
fehlbare und vollständige Religion der Wahrheit zu 
schaffen. Schrecklich viel Ideen haben wir um- 
gewälzt. Wir haben alle Systeme studiert und 
verworfen und, nachdem wir hart gearbeitet hatten, 
uns gesagt, dass ausserhalb des mächtigen persön- 
lichen Lebensgefühls alles Lüge und Dummheit ist. 
Glücklich sind Die, die Erinnerungen haben. 
Ich sehe Dich in meinem Leben wie den bleichen 
jungen Menschen, von dem Musset spricht; Du bist 
meine ganze Jugend. Dich finde ich bei jeder 
Freude vor mir, bei jedem meiner Schmerzen; in 
Brüderlichkeit haben unsere Geister sich entwickelt. 
Und wenn wir am Tage des Auftretens jetzt Ver- 
trauen in uns selber setzen, so geschieht das, weil 
unser Herz und Fleisch einander durchdrungen hat. 
Wir lebten in unserm Schatten, einsam, wenig 
gesellig, und gefielen uns in unsren Gedanken. Wir 
fühlten uns verloren inmitten der Menge, der nach- 
giebigen und leichtsinnigen, wir suchten Menschen; 
wir verlangten in jedem Werke, ob es ein Bild oder 
ein Gedicht war, den persönlichen Accent. Wir, 
sagten, dass die Genies Schöpfer sind, dass jeder 
Meister eine Welt geschaffen hat  und Wir 
negierten die Schüler, die Unfähigen, alle, deren 
Gewerbe es ist, einige Brocken zu stehlen und 
sie für Selbständigkeit auszugeben.
        

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