Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Malerei
Person:
Zola, Emile Helferich, Herman
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1222543
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1223097
Mein 
Salon. 
An 
meinen 
Freund 
Paul 
Cäzanne. 
Ich empfinde eine tiefe Freude, mein Freund, 
indem ich mich mit Dir allein unterhalte. Du kannst 
Dir nicht denken, wie viel ich während des Streites 
gelitten habe, den ich mit der Menge, mit Unbe- 
kannten ausfocht. Ich fühlte mich so wenig begriffen, 
ich erriet so viel Hass um mich, dass mich oft die 
Entmutigung die Feder aus der Hand verlieren liess. 
Heute kann ich mir das wollüstige Vergnügen 
bereiten, eins von den intimen Gesprächen mit Dir 
zu führen, die wir seit zehn Jahren halten. Für 
Dich allein schreibe ich diese Zeilen. Ich weiss, 
Du wirst sie mit Deinem Herzen lesen und mich 
morgen noch inniger lieben. 
Denke, wir sind allein irgendwo fern vom 
Kampfe und sprechen mit einander als alte Freunde, 
die sich bis ins tiefste Herz kennen und sich mit 
einem Blick verständigen können. 
Wir unterhalten uns seit zehn Jahren von Kunst 
und Litteratur. Oft haben wir zusammen gewohnt 
und oft ist der Morgen gekommen, weisst Du es
        

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.