Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Malerei
Person:
Zola, Emile Helferich, Herman
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1222543
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1223059
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sitionelles Buch, "sein" Buch, das Buch seiner 
Kampfreden geschrieben hätte  man darf ver- 
muthen, dass dieses Courbetbuch noch schöner 
geworden wäre als das Buch über Manet geraten 
ist, denn Zolas Instinkt gehörte Courbet und nur 
sein Gerechtigkeitsgefühl Manet. Zola würde über 
Courbet als Einer gesprochen haben, der sich 
selbst giebt, während er gegenüber Manet ein 
Beobachter war, der in freilich bewundernswerter 
Weise einen Andern gab. Von Courbet gebrauchte 
er den Ausdruck, er male „en pleine viande, en 
plein terreau." Sein Wort von der zarten Richtig- 
keit für Manet ist fein; das Wort „en pleine viande, 
en plein terreau" ist eine Hymne. 
Courbet malte voll, sonor. Er malte mit einer 
bäurischen Festigkeit. Manet hatte eine zartere, 
subtilere Constitution als Zola. Von Courbet sagte 
Zola: „Untersetzt und kräftig fühlte er das 
Verlangen, die Natur zwischen seine Arme 
zu pressen." Zola sagte über Courbet seine Wahr- 
heit und konnte zugleich ihm gegenüber dithyrambisch 
werden. 
Von dem inspirierten Tone der Zolaschen 
Courbetkritik lässt sich nun durch die Übersetzung 
keine Vorstellung geben. Den gesunden Klang 
dieser Worte hat Zola vielleicht selbst nicht wieder- 
zufinden geglaubt. Denn wir sehen, dass er die 
gleichen Worte, das erste Mal bei der Erwähnung 
Courbets aus Anlass des Proudhonschen Buches,
        

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