Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Malerei
Person:
Zola, Emile Helferich, Herman
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1222543
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1223029
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Mittag machen; krafterfüllte Bäuerinnen wollte er 
vielleicht dort im Schatten ausruhen lassen, wo bei 
Corot unter lichten Stämmen mit wenigem Laub 
sich schlanke Nymphen bewegten. Wo blieb dann 
Corot? 
Zola sprach zu ihm: sei ich  sei nicht du. 
Er sagte zu Corot: ich will eigentlich, dass alle 
Künstler nach ihrem Temperament selig werden, 
du hingegen sollst nicht selig werden, denn du 
hast keine puissance. 
Er sagte sich nicht, dass "puissance" nur eine 
Abteilung unter den Gattungen von Temperament 
ist und dass er Corot seine Art von Temperament 
entreissen würde, wenn er ihm seine puissance auf- 
zwänge. Er sagte sich nicht, dass er Corot lassen 
müsse, was Corots wäre. Er konnte es Corot nicht 
lassen; er konnte sein Amt nicht aufs Konstatiren 
einschränken; sein eigenes Temperament ging mit 
ihm durch und überwältigte ihn; und es liess einen 
weiten Abstand entstehen zwischen seinem Vorsatz, 
voraussetzungslos zu sein und der Möglichkeit, dem 
einsichtsvoll gefassten Entschlusse treu zu bleiben. 
Doch wir verstehen es, dass Zola, sobald er als 
Kritiker fungierte, die Künstler sah, wie diese 
nach seiner Definition die Natur sehen. Zola 
konnte sich, wenn er Kritiker wurde, nicht 
von seiner Künstlerschaft befreien. Wenn 
damit 
nach 
Zolas Erklärung eine Kunstleistung ein durch 
Temperament gesehener Winkel der Natur 
ein 
ist,
        

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