Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Malerei
Person:
Zola, Emile Helferich, Herman
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1222543
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1223019
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und psychologisch ergründen" wurde von Zola richtig 
gefunden. Er fand, er lebe in einer positivistischen 
Zeit, in einer Epoche psychologischer und physio- 
logischer Analyse und verglich sich am liebsten 
mit einem Arzte, der sich über einen Patienten 
beugt, zum Nachbarbette geht, weiter forscht und 
mit einer Fülle von leidenschaftslosen wissenschaft- 
lichen Feststellungen das Spital verlässt. 
Er sagte von der Kritik: 
„Was in der Kritik über das Konstatiren 
hinausgeht, ist Frivolität "und Fanatismus, über- 
flüssig und verbrecherisch." 
Und vom Künstler: 
„Der Künstler arbeitet nicht im Namen Aller, 
nicht um Allen zu gefallen: er arbeitet für sich 
und um sich zu gefallen; er soll nicht denken wie 
ich und für mich arbeiten  er soll denken wie 
er und für sich arbeiten." 
Er sagte aber von Corot: 
"Wenn Corot einwilligen wollte, ein für alle- 
mal die Nymphen zu töten, mit denen er seine 
Haine bevölkert und sie durch Bäuerinnen zu er- 
setzen, so würde ich ihn kolossal lieb haben." Er 
wünschte mithin die Bilder von Corot . . . sich zu 
Gefallen; aus Corots Schilderung einer Morgen-b 
stunde wollte er vielleicht eine Stunde am heissen 
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