Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Malerei
Person:
Zola, Emile Helferich, Herman
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1222543
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1223000
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keiten 
für 
ein 
Kunstwerk 
ist 
unendlich 
sie 
ist 
so gross wie die Zahl der Individuen." Er hasste 
demgemäss alle allgemeinen Regeln. Oder: „Kunst- 
werke gehen aus der Person hervor wie die Galle 
aus der Leber." Oder: ihm wären alle Kunstwerke 
ungefähr in gleichem Maasse interessant, sobald 
sie der Ausdruck von Individualitäten wären (so weit 
konnte in Zola der Doctrinär gehenl). Einen präch- 
tigen Gegensatz führte er aus zwischen „faire de 
PArt" und „faire de la Vie (im Deutschen nicht so 
prägnant wiederzugeben)"; und er sagte, das Wort 
"Kunst" hasse er, indem es in ihm die Vorstellung 
von Arrangements wecke. 
Er sagte selbst, jeder Künstler solle ein Wort 
sagen, das gestern noch unbekannt war und nützte 
auch durch solchen Ausspruch vielleicht immer 
noch mehr als dass er schadete. 
Er geht bei vielen Anlässen ins Extreme: nicht 
der älteste Romantiker hätte ein leidenschaftlicheres 
Verlangen nach Kontrasten gezeigt als Zola, da er, 
von der Hellmalerei des Salons von 1896 zurück- 
gekommen, sich nach Rauheiten und Dunkelheit 
sehnte. 
Dieser 
das 
Excessive 
Hebende 
Kritiker 
wollte 
dennoch in seiner Kritik „je dis ce qui est" sagen. 
Der Tainesche Ausspruch: „Menschen mit be- 
sondern Fähigkeiten soll die Kritik physiologisch
        

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