Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Malerei
Person:
Zola, Emile Helferich, Herman
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1222543
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1222989
VIII. 
Man lernte durch Zolas Satz etwas von dem 
Spielraum verstehen, den man neuen Kunsterschei- 
nungen gewähren muss. In einer Ausdrucksweise, 
wie sie kaum glücklicher gewählt werden konnte, 
führte die Zolasche Definition einem Kreise, der 
über den der von der Kunst Berührten hinausgeht, 
ein Geheimnis vor, das um das Entstehen von 
Kunstwerken waltet. Schon ist es eine Gemeinde, 
die zu ahnen anfängt, wie Kunstwerke entstehen. 
Zola gab ein Kriterium. 
War es freilich eines?  
Auf die Frage: welches Werk werden wir als 
ein Kunstwerk ansehen ? gab Zola eine Erwiderung, 
durch die eine neue Frage hervorgerufen wurde: 
welche Temperamente sind echt? 
Das Nachdenken hierüber, 0b ein Temperament 
ursprünglich oder ob es auf Nachahmung oder 
Affektation basiert, giebt zu nicht geringerer 
Meinungsverschiedenheit Anlass als die Frage 
danach, welches Werk ein Kunstwerk sei und 
welches keines. 
Denken wir an Besnard.  
Zola hatte von diesem Künstler, der Frauen 
malte, bei denen die eine Wange vom Mondlicht 
blau, die andere durch einen Lampenschirm rot" 
beleuchtet war, in seinem Salonberichte von 1896 
die gewiss in vielen Beziehungen richtige Meinung
        

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