Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Malerei
Person:
Zola, Emile Helferich, Herman
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1222543
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1222929
10 
ebenfalls Paris darstellen zu sehen, während er 
nicht ganz mit ihm zufrieden ist, sobald er nach 
Spanien schweift. Es ist nur eine Nuance, doch 
ist sie sichtbar. Man wird indes erst in einem 
gewissen Alter ein Kunstfreund. Erst jenseits der 
Parteianschauungen erreicht man die Ruhe, die 
Leerheit der Programme  trotz ihrer Vorzüge 
ihre Leerheiten  einzusehen. Auch wenn Zola 
nicht ein Romancier, wenn er einfach ein junger 
Kunstkritiker gewesen wäre, wiirde er einen solchen 
oder einen andern Fehler begangen haben. Die 
Malerei gerade des Bildes der „spanischen Tänzerin" 
ist wunderbar (weit schöner als die der „pariser 
Strassensängerinßä 
Von diesem Irrtum abgesehen  man findet 
ihn in Zolas Vorrede zum Katalog der Manet- 
ausstellung von 1884 bereits ausgelöscht  ist 
Zolas Darlegung von Manets Kunst unglaublich gut. 
Das Talent des Schriftstellers feiert hier 
Triumphe. Nie ist eine Malerei besser auseinander- 
gelegt worden. Zola führt alle Momente vor, durch 
welche sich Manets Malerei von anderen Malereien 
unterscheidet. Er giebt den allgemeinen Eindruck 
der Manetschen Bilder wieder, ihre Besonderheiten, 
ihren Reiz. Er schildert objektiv, bewunderungs- 
würdig. Man muss staunen, wie er das Wort "zarte 
Richtigkeit" angewendet hat. Mit keinem konnte 
Manets Anschauung adäquater bezeichnet werden. 
In überzeugender Weise setzt Zola auseinander,
        

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.