Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Malerei
Person:
Zola, Emile Helferich, Herman
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1222543
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1224513
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heit, sei sie noch so gerecht und gut am Anfang, 
so dass man sein Blut für sie hingeben möchte, 
die nicht durch Nachahmung später zum schlimmsten 
Irrtum, zum überwuchernden Unkraut wird, das 
man ausjäten muss. 
Ich wache auf und bebe. Und wahrhaftig, Das 
ist, wofür ich mich geschlagen habe? Für diese 
I-Iellmalerei, diese Flecke, diese Reflexe, diese De- 
komposition des Lichts? Mein Gott, war ich ver- 
rückt? Das ist ja ganz hässlich, das tlösst mir ja 
Abscheu ein! O, Eitelkeit der Diskussionen, Nichts- 
nutzigkeit der Formeln und der Schulen! Und zwei 
"Salons habe ich dieses Jahr verlassen und mich mit 
Angst gefragt, ob denn meine ehemalige Arbeit 
schlecht gewesen war. 
Nein, ich habe meine Aufgabe erfüllt, ich habe 
in einem guten Kampf gestritten. Ich war sechsund- 
zwanzig jahre alt, war bei den jungen und Tapfern. 
Was ich verteidigt habe, werde ich noch verteidigen, 
denn das war die Kühnheit des Moments, es war die 
Fahne, die es sich darum handelte in feindliche 
Gebietsteile zu tragen. Wir hatten Recht, denn wir 
waren die Begeisterung und der Glaube. Das 
Wenige, was wir an Wahrheit geschaffen haben 
mögen, es ist heute erworben. Und wenn der offene 
Weg banal geworden ist, so ist es geschehen, weil 
wir ihn breit gemacht haben, damit die Kunst eines 
Augenblickes passieren könne. 
Und dann, die Meister bleiben. Andere werden
        

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