Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Malerei
Person:
Zola, Emile Helferich, Herman
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1222543
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1224479
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Einflüsse, die es zu weit führen würde, an dieser 
Stelle zergliedern zu wollen, haben sich ver- 
eint und aufgespeichert, um unsre Schule in eine 
Kampfstellung zur Natur zu bringen, zum Hasse 
gegen die Sonne, zur Rückkehr zu der Extase der 
Primitiven anzuregen. Dabei waren die Primitiven 
noch unschuldige, sehr aufrichtige Kopisten, während 
wir hingegen mit einer Mode zu thun haben, einer 
Bande von listigen Fälschern und nach Aufsehen 
verlangenden Simulanten. Der Glaube fehlt; nichts 
ist da als eine Gruppe von Ohnmächtigen und ge- 
schickten Leuten. 
Ich weiss wohl alles, was sich sagen liesse, 
und diese Bewegung, die ich idealistisch genannt 
habe, um sie bezeichnen zu können, hat gewiss ihren 
Daseinsgrund als eine natürliche Protesterklärung 
gegen den triumphierenden Realismus der vorher- 
gegangenen Periode gehabt. Dieselbe Bewegung hat 
sich ja auch in der Litteratur ausgesprochen, sie 
ist eine Folge des Gesetzes der Entwickelung, nach 
welchem jede zu lebhafte Aktion durch eine Reaktion 
abgelöst wird. Man muss auch die Notwendigkeit 
für die jungen Künstler zugeben, sich nicht in schon 
existierende Formeln einzukapseln, die Notwendig- 
keit für sie, Neues zu suchen, selbst auf die Ge- 
fahr hin, dass es überspannt ist. Und ich bin weit 
entfernt davon, zu sagen, dass nicht merkwürdige 
Versuche gemacht worden wären, Interessantes bei 
dieser Rückkehr zu Traum und Legende, bei diesem
        

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