Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Malerei
Person:
Zola, Emile Helferich, Herman
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1222543
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1222913
es würde einem der für Paris typischen Journa- 
listen in Zolas damaligem Alter nicht entfahren sein. 
Selbst wenn einem der Chroniqueure der Einfall 
gekommen wäre, würde er ihm eine seichtere, 
eine pariserischere Fassung gegeben haben. Zola 
wirkt zu einfach, als dass er sich mit einem pariser 
Journalisten verwechseln liesse, er richtet sich vor 
unsern Augen in einer gargantuesken Massigkeit 
auf und steht riesig neben seinen Kollegen. 
Als er über Manet schrieb, war er ein 
Romancier von sechsnndzwanzig Jahren, der sich 
einem dreiunddreissigjährigen Maler in dem Sinne 
näherte, dass der Maler einen Erfolg noch nicht ge- 
habt hatte und der Romancier sich in Manchem 
ihm ähnlich fand. 
Zola sprach von Manet „de pair", definierte 
ihn richtig, wenn auch mit dem Nebentone: „un- 
gefähr bin ich der Erste, der Manet lobt." 
Durch diesen Nebenton kommt es, dass die 
Manetaufsätze, anstatt einem Denkmal für einen 
Künstler zu gleichen, etwas Unruhvolleres sind, ein 
Kampffeld für die Diskussion. 
Zola nahm Manet in seine Hände. Er liebt 
Manets Bild der „spanischen Tänzerin" weniger 
als Manets Bild der „pariser Strassensängerin": 
weil er ein Schriftsteller ist, der Paris darstellt und 
weil er deshalb entzückt ist, einen Malerkollegen
        

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