Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Malerei
Person:
Zola, Emile Helferich, Herman
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1222543
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1224439
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Note, der aus einigen Werken Wäsche macht, die 
durch zu langes Durchlaugen entfärbt ist. Die 
neuen Religionen haben, wenn sich die Mode 
ihnen ergiebt, das Schreckliche, dass sie über allen 
gesunden Menschenverstand hinausgehen. Und aus 
diesem ausgewaschenen, wie mit Kalk überworfenen 
Salon von einer unangenehmen Fadheit sehne 
ich mich fast nach dem schwarzen, asphaltreichen 
Salon von damals. Er war zu schwarz, aber dieser 
ist zu weiss. Das Leben zeigt mehr Unterschiede, 
ist wärmer und beweglicher. Und ich, der ich mich 
S0 heftig für das Plein Air geschlagen habe, für 
die blonden Töne  nun, da die nicht abreissende 
Reihe von Gemälden kommt, aus denen das Blut 
geschöpft ist, die eine Traumbleichheit, eine von 
vornherein gewollte Bleichsucht haben, die durch 
die Mode verschlimmert wird,  nun rege ich mich 
allmählich auf und schreie nach einem Künstler 
voll Rauheit und Finsternis! 
Das ist wie betreff des Fleckes. Ach, mein 
Gott, habe ich Lanzen gebrochen für den Sieg des 
Fleckes! Ich habe Manet gelobt und lobe ihn noch 
dafür, dass er die Gegenstände und Personen in 
der Luft malte, in der sie baden und dass er sie 
als einfache Flecke so malte, wie sie sich in der 
Luft verhalten und wie sie vom Lichte verzehrt 
werden. Aber konnte ich den Missbrauch voraus- 
Sehen, den man mit diesem Flecke treiben würde, nach- 
dem der Sieg der so richtigen Theorie des Künstlers 
Zola, "Malerei". 11
        

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