Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Malerei
Person:
Zola, Emile Helferich, Herman
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1222543
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1224419
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so laut verkündete, und mit dessen ersten Artikeln 
ich einen so heftigen Sturm entfesselte, der Sturm 
ist seitdem immer um mich geblieben, er hat dreissig 
Jahre zu blasen nicht aufgehört. 
Dreissig Jahre sind vorübergegangen und ich 
habe mich ein bisschen von der Malerei abge- 
wendet. Ich war fast in derselben Wiege gross 
geworden mit meinem brüderliohen Freunde Paul 
Cezanne, bei dem man erst heute daran geht. 
die genialen Teile eines grossen nicht gereiften 
Malers zu entdecken. Ich war mit einer Gruppe 
junger Künstler bekannt, Fantin, Degas, Renoir, 
Guillemet und anderen, die das Leben auseinander- 
gerissen und an die verschiedenen Halteplätze 
des Erfolges verstreut hat. Und ebenso bin 
ich selber meiner Strasse gefolgt, mich von den 
Freundeswerkstätten entfernend, meine Leidenschaft 
anderswohin tragend. Seit dreissig Jahren, glaube 
ich wohl, habe ich nichts mehr über Malerei ge- 
schrieben, wenn nicht vielleicht in meinen Kor- 
respondenzen in einer russischen Zeitschrift, deren 
französischer Text überhaupt nicht herausgekommen 
ist. So hatte ich eine Erschütterung im Herzen 
bei der Idee, dass ich von neuem in den „Figaro" 
eingetreten wäre, und dass es vielleicht fesselnd sein 
könnte, da diese ganze Vergangenheit wieder vor 
mir erschien, mich noch einmal nach einem Schweigen 
von fast einem drittel Jahrhundert in diesem Blatte 
über Malerei auszusprechen.
        

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