Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Malerei
Person:
Zola, Emile Helferich, Herman
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1222543
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1222907
Publikum und den 
stossen wurden. 
Künstlern 
gegen 
Manet 
ausge- 
Er hat vorher erkennen lassen, dass er Manet 
erst völlig begriffen habe, als er seine Bilder in 
seinem Atelier gesehen hatte. Er hat auch bereits 
festgestellt, dass Künstler wie Courbet und Manet 
sich verneinen mussten, einander zu verstehen nicht 
geeignet waren. Er hat sich auch schon dahin aus- 
gesprochen, dass Manets Wahrheit nur eine Wahrheit 
für Manet war: dies bildet selbst einen seiner 
Fundamentalsätze. Wenngleich er wusste, dass sich 
alles dies so verhielte und dass unser vom Massen- 
empfinden geleitetes und zugleich individuelles Sehen 
nur allmählich dem mächtigen Zwange, von 
einem andernAuge abhängig zn werden, unter- 
worfen werden kann, ging Zola dazu über, das 
Publikum und die Künstler anzuklagen, absichtlich 
hätten sie gethan, als verständen sie Manet nicht! Trotz- 
dem trennt eine Kluft selbst hier Zola von der üblichen 
Ausdrucksweise der französischen Zeitungswelt. 
Zunächst ist seine Kampfweise anders: seine 
Kollegen waren Jongleure, Zola kämpft geradeaus, 
packt von vorn an, berserkerhaft. Sodann fällt ein 
kleines Wort auf. Zola äussert an dieser Stelle: „es 
amüsiert mich enorm, die grossen Züge mensch- 
licher Empfindungen zu studieren, welche die Menge 
durchströmen und sie aus ihren Betten reissen." 
Gerade dies Wort „es amüsiert mich enorm" wirkt, 
wenn man nicht darüber hinwegliest, belangreich;
        

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