Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Malerei
Person:
Zola, Emile Helferich, Herman
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1222543
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1224315
149 
Menge ist, wie ich schon gesagt habe, ein grosses 
Kind, das keine Überzeugung hat, und nimmt 
immer die Leute auf, die sich durchzusetzen wissen. 
Die ewige Geschichte der Talente, die zuerst ver- 
höhnt, dann bis zum Fanatismus bewundert werden, 
wird sich auch für Edouard Manet ereignen. Er 
wird das Geschick aller Meister haben  das von 
Delacroix und Courbet zum Beispiel. Er ist jetzt 
an dem Punkte, wo der Sturm des Gelächters sich 
beschwichtigt, wo das Publikum Seitenschmerzen 
bekommen hat und nichts lieber möchte als wieder 
ernst werden. Morgen, wenn nicht schon heute, 
wird er verstanden sein und ich spreche von der 
Haltung der Menge jeder sich offenbarenden Indi- 
vidualität gegenüber jetzt nur noch, weil in dem 
Studium dieses Punktes gerade das allgemeine Inter- 
esse meines Aufsatzes liegt. 
Niemals wird man das Publikum in seinen 
Schreckempfindungen korrigieren. In acht Tagen 
ist Edouard Manet vielleicht von den Spassvögeln 
vergessen, diese werden ein neues Spielzeug finden. 
Olfenbart sich ein neues energisches Temperament, 
so wird man wiederum das Hohngelächter und das 
Zischen hören. Die neueste Erscheinung ist stets 
das Ungeheuer, das räudige Schaf in der Herde. 
Die Kunstgeschichte der letzten Zeit beweist die 
Wahrheit dieses Faktums und die einfachste Logik 
genügt, um verstehen zu lassen, dass es eintreten 
muss, und mit Notwendigkeit eintreten wird, so
        

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.