Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Malerei
Person:
Zola, Emile Helferich, Herman
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1222543
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1224288
146 
bet eingestellt hat. Ein Schriftsteller erzählte 
mir jüngst, dass er, als er das Unglück gehabt 
hatte, in einer Versammlung zu sagen, dass ihm 
das Talent von Decamps nicht gerade missfiele, 
einmal mitleidslos an die Luft gesetzt worden sei; 
denn das Lachen steckt an und Paris wacht dann 
eines Morgens mit einem neuen Spielzeug auf. 
Und dann wird getobt. Das Publikum ist selig, 
es kann an einem neuen Knochen nagen, und ein 
ganzes Heer giebt es, in dessen Interesse es liegt, 
die Heiterkeit der Menge aufrecht zu erhalten, und 
schön hält es sie aufrecht! Die Karikaturenzeichner 
bemächtigen sich des Mannes und seiner Werke; 
die Feuilletonisten lachen lauter als die unbesoldeten 
Spassmacher. Nicht die mindeste Überzeugung, 
nicht die kleinste Rücksicht auf die Wahrheit ist 
in ihnen. Die gewichtige Kunst langweilt; sie muss 
ein bisschen belustigender gemacht werden, ein Bild 
im Salon muss dazu herhalten, man muss ein Bild 
ins Lächerliche ziehen. Natürlich nimmt man dazu 
das seltsamste Werk  die reife Frucht einer 
neuen Persönlichkeit. 
Gehen wir auf das Werk ein, das die Ursache 
des Lachens und der Spöttereien bildet, so sehen 
wir, dass der mehr oder weniger seltsame Anblick 
des Werkes es allein ist, der diese tolle Heiterkeit 
hat entstehen lassen. Irgend eine Pose hat die 
Komik geboren, irgend eine Farbe hat bis zu 
Thränen lachen lassen, irgend eine Linie hat über
        

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.