Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Malerei
Person:
Zola, Emile Helferich, Herman
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1222543
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1224277
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geraten und erröten und die Augen niederschlagen, 
weil sie beschämt über sich selbst sind. Ich bin 
sicher, dass Edouard Manet wunderliche Betrach- 
tungen über die Verlegenheiten angestellt haben 
wird, in die plötzlich einige Leute seiner Bekannt- 
schaft gerieten.  
Die ganze Geschichte der Unpopularität des 
Künstlers ist hierdurch erklärt. Ich mache mich 
anheischig, leicht die Erklärung für das Lachen der 
einen und die Feigheit der anderen zu finden. 
Wenn die Menge lacht, so geschieht es fast 
immer um ein Nichts. Seht, wie es im Theater 
zugeht: ein Schauspieler lässt sich hinfallen, und 
der ganze Saal wird von einer krampfhaften Heiter- 
keit geschüttelt. Morgen noch werden die Zuschauer 
in der Erinnerung an diesen Fall lachen. Setzt 
zehn Personen von genügender Klugheit vor ein 
Bild von neuem und originalem Aussehen und diese 
Personen, die zusammen zehn sind, werden nur 
noch ein grosses Kind sein. Sie werden sich mit 
mit den Ellenbogen stossen, das Werk auf die 
komischste Weise von der Welt erläutern; Laffen 
werden, hintereinander gereiht, dazu kommen und 
die Gruppe vergrössern. Bald wird ein Teufels- 
lärm sein, ein Anfall von dummer Verrücktheit bei 
allen. Ich eriinde nichts. Die Kunstgeschichte 
unserer Zeit beweist, dass solch eine Gruppe von 
Laffen und blinden Spassmachern sich vor den 
ersten Bildern von Decamps, Delacroix und Cour- 
Zola, "Illalerei". 10
        

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