Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Malerei
Person:
Zola, Emile Helferich, Herman
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1222543
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1224227
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originale Seltsamkeit der "Olympia" hin, und will 
den „Pfeif_e_r" nicht und auch nicht den "tragischen 
Schauspieler", welche zwei Bilder, obwohl sie die 
ganze Persönlichkeit des Künstlers enthalten, sie 
doch nicht so laut aussprechen wie seine früheren. 
Der „tragische Schauspieler", ein Porträt Rouvieres 
als Hamlet, trägt ein schwarzes Kostüm, das wunder- 
bar ausgeführt ist. Selten sah ich solche Feinheiten 
des Tones und ein derartiges Zuhausesein in der 
Malerei nebeneinander gesetzter Stoffe von derselben 
Farbe; ich ziehe aber den „Pfeifer" vor. Der ist 
ein kleines Kerlchen, ein Regimentskind, das mit 
allem Aufgebot seiner Lungenkraft sein Instru- 
 ment bläst. Einer unserer grossen modernen Land- 
schafter hat von diesem Bilde gesagt, es wäre ein 
Aushängeschild eines Uniformschneiders; ich bin 
ganz seiner Ansicht, falls der grosse Maler damit 
hat ausdrücken wollen, dass das Kostüm des jungen 
Musikers mit der Einfachheit eines Strassenschildes 
behandelt worden ist. Das Gelb der Tressen, das 
Schwarzblau des Waffenrockes, das Rot in den 
Hosen bildet auch hier nur breite Flecke. Und 
die Vereinfachung, die aus dem hellen und richtigen 
Sehen des Künstlers hervorgegangen ist, hat aus 
dem Bilde ein blondes ganz naives Werk entstehen 
lassen, das bis zur Grazie reizend, bis zur Rauheit 
wahr ist. 
Es bleiben noch vier Bilder zu erwähnen, 
kaum trocken geworden sind; der „Raucher", 
die 
die
        

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