Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Malerei
Person:
Zola, Emile Helferich, Herman
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1222543
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1224155
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des Tuileriengartens eine ganze Menge  hundert 
Personen vielleicht, die sich in der Sonne bewegen. 
Jede Person nur als einfachen Flecken, kaum be- 
stimmt, und die Details zu Linien und schwarzen 
Punkten geworden. Wäre ich da gewesen, so hätte 
ich den Liebhaber gebeten, sich in eine achtungs- 
volle Entfernung zu begeben. Dann hätte er ge- 
sehen, dass diese Flecke lebten, dass diese Menge 
sprach, und dass dieses Bild eins der charakte- 
ristischen des Künstlers sei, eines von denen, bei 
denen er am meisten seinen Augen und seinem 
Temperamente gefolgt ist. 
Im Salon der Zurückgewiesenen hatte 1863 
Edouard Manet drei Bilder. Ich weiss nicht, ob 
deshalb, weil er verfolgt war  jedenfalls aber 
fand der Künstler diesesmal Verteidiger und sogar 
Bewunderer. Allerdings war seine Ausstellung auch 
im höchsten Grade bemerkenswert. Sie setzte sich 
aus dem .,Frühstück im Grase", dem „Portrait 
eines jungen Menschen im Kostüm des majo" und 
dem „Portrait von Fräulein V . . . im Espada-Kostüm" 
zusammen. 
Letztere beiden Bilder fand man sehr brutal, 
doch sehr kraftvoll und von seltener Fülle des Tons. 
Nach meiner Meinung ist der Künstler bei ihnen 
in höherem Grade Kolorist gewesen als er es ge- 
wöhnlich ist. Die Malerei ist auch hier blond, 
aber von einem falben, hervorbrechenden Blond. 
Die Flecke sind fett und energisch und setzen
        

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