Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Malerei
Person:
Zola, Emile Helferich, Herman
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1222543
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1224144
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über die ganze Persönlichkeit des Künstlers zu 
geben, Ich weiss nicht, ob ich übertreibe. Es ist 
vollkommen wahr, dass „Lola de Valence" ein „bijou 
rose et noir" ist. Der Künstler geht bereits nur 
durch Flecke vor und seine Spanierin ist breit, mit 
lebhaften Gegensätzen gemalt; die ganze Leinwand 
von zwei Tinten bedeckt. 
Das Bild, das ich unter den aufgeführten aber 
vorziehe, ist die „Strassensängerin". Eine junge, 
auf den Höhen des Pantheon wohlbekannte Person 
tritt aus einer Schenke heraus, während sie Kirschen 
isst, die sie aus einer Düte nimmt. Das ganze Werk 
ist von einem sanften blonden Grau. Die Natur 
scheint mir in diesem Bild mit der äussersten 
Einfachheit und Genauigkeit zergliedert zu sein. 
Ein derartiges Bild hat, von seinem Gegenstande 
unabhängig, eine Erhabenheit, welche den Rahmen 
erweitert; man fühlt darin die Erforschung der 
Wahrheit, die gewissenhafte Arbeit, die ein Mann 
leistet, der vor allem freimütig sagen will, was 
er sieht. 
Die beiden andern Bilder, das "spanische Ballet" 
und die „Musik in den Tuilerien" waren es, bei 
denen damals das Pulver explodierte. Ein auf- 
geregter Amateur ging so weit, zu drohen, dass 
er handgreiflich werden würde, wenn man die 
„Musik in den Tuilerien" länger in dem Aus- 
stellungssaal hängen liesse. Ich begreife den Zorn 
dieses Liebhabers; denkt euch unter den Bäumen
        

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