Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Malerei
Person:
Zola, Emile Helferich, Herman
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1222543
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1224121
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fache und genaue, mächtige und grosse Temperament, 
das der Künstler später hat. 
Danach kommen der "spanische Sänger" und 
"das „Kind mit dem Degen". Das sind die Pflaster- 
steine  jene ersten Werke, deren man sich be- 
dient, um mit ihnen die letzten Werke des Künstlers 
zu erschlagen. Der „spanische Sänger", ein Spanier, 
der auf einer Bank von grünem Holz sitzt und 
singend Guitarre spielt, hat eine „mention honorable" 
(ehrenvolle Erwähnung) bekommen. Das „Kind mit 
dem Degen" ist ein kleiner Knabe, stehend, mit 
naiver Miene, und uns anstaunend. Er hält mit beiden 
Händen einen grossen Degen mit Wehrgehänge. 
Diese beiden Malereien sind fest und solide, übrigens 
sehr fein, und sie verwunden in gar nichts den 
schwachen Blick der Menge. Man behauptet, dass 
Edouard Manet einige Verwandtschaft mit den 
spanischen Meistern hat und er hat es nie so sehr 
bekundet wie in dem „Kinde mit dem Degen". 
Der Kopf des Knaben ist ein Wunder von Model- 
lierung und besänftigter Kraft. Hätte der Künstler 
immer derartige Köpfe zu malen unternommen, so 
würde er vom Publikum gehätschelt, mit Lob und 
Geld überschüttet worden sein. Freilich wäre er 
ein Reflex geblieben, und nie würden wir die schöne 
Einfachheit kennen gelernt haben, die sein ganzes 
Talent bildet. Für mich, ich gestehe es, ist das 
Sympathische in seinen Werken anderswo als in 
diesen Stücken; ich ziehe die freimütigen Schärfen,
        

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