Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Malerei
Person:
Zola, Emile Helferich, Herman
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1222543
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1224117
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Hand des Künstlers die gleich einfache und präzise 
Sprache gesprochen. Wenn ihr mit einem Blick 
all die Bilder auf einmal umfasst, so findet ihr, 
dass diese verschiedenen Werke sich halten, sich 
ergänzen, und eine ungeheure Summe von Zer- 
gliederung und Kraft darstellen. Lacht weiter, 
wenn ihr durchaus lachen wollt; aber nehmt 
euch in Acht, ihr lacht künftig über eure Ver- 
blendung." 
Das erste, was ich empfand, als ich ins Atelier 
von Edouard Manet trat, war ein Gefühl von Ein- 
heit und von Kraft. Es ist Herbheit und Sanft- 
heit beim ersten Blick, den man auf die Wände 
wirft. Ehe die Augen sich auf einer bestimmten 
Leinwand festsetzen, irren sie von ungefähr von 
unten nach oben, von rechts nach links, und diese 
hellen Farben, diese eleganten, sich mischenden 
Formen haben eine Harmonie, einen Freimut von 
äusserster Einfachheit und Energie. 
Dann habe ich langsam die Werke hinter- 
einander zergliedert. Hier gebe ich in einigen 
Zeilen mein Gefühl über jedes von ihnen, mit 
etwas Nachdruck bei den umfangreicheren. 
Wie ich gesagt habe, ist das älteste Bild der 
„Absynthtrinker"; ein abgezehrter, abgestumpfter 
Mann, in eine Ecke seines Mantels gehüllt und in 
sich versunken. Der Maler suchte sich noch; es 
ist beinahe eine melodramatische Absicht in diesem 
Gegenstand; und dann finde ich hier nicht das ein- 
Zola, "Malerei". 9
        

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