Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Malerei
Person:
Zola, Emile Helferich, Herman
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1222543
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1224087
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Kollegen beanspruchen können; die Kunst selber 
neigt so zu einer Gewissheit hin; der Künstler ist 
ein Dolmetsch dessen, was ist, und seine Werke 
haben das grosse Verdienst in meinen Augen, eine 
genaue Beschreibung zu sein, die in einer originalen 
und menschlichen Sprache gegeben ist. 
Man hat Manet vorgeworfen, dass er die spa- 
nischen Meister nachahme. Ich gebe zu, dass einige 
Ähnlichkeit zwischen seinen ersten Arbeiten und 
den Arbeiten dieser Meister ist. Man ist immer 
jemandesSohn. Aber von seinem „Mitagessen im 
Grase" an scheint mir Manet klar die Persönlichkeit 
zu zeigen, die ich kurz zu erklären und auszulegen 
gesucht habe. Die Wahrheit ist vielleicht, dass das 
Publikum, indem es sah, dass er Scenen und 
Kostüme aus Spanien malte, auch annahm, dass 
Manet seine Modelle von jenseits der Pyrenäen 
nähme. Von da bis zur Anklage des Plagiats ist 
es nicht weit gewesen. Daher ist es gut, bekannt 
zu geben, dass Edouard Manet die „espada" und 
den „majo" gemalt hat, weil er in seinem Atelier 
spanische Kostüme hatte und sie schön in der Farbe 
fand. Er bereiste Spanien erst im Jahre 1865, und 
seine Bilder tragen einen zu persönlichen Accent, 
als dass man in Manet nur einen Bastard von 
Velazquez und Goya erblicken könnte.
        

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