Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Malerei
Person:
Zola, Emile Helferich, Herman
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1222543
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1224025
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ausgeht. Das ist, was man, glaube ich, das Gesetz 
der Valeurs nennt. Ich kenne in der modernen Schule 
niemanden ausser Corot, Courbet und Edouard 
Manet, die ständig diesem Gesetze gehorcht haben, 
wenn sie Figuren malten. Die Werke gewinnen 
dabei eine seltsame Reinlichkeit, eine grosse Wahr- 
heit und einen grossen Reiz. 
Edouard Manet geht gewöhnlich von einer Note 
aus, die heller als die in der Wirklichkeit existierende 
Note ist. Seine Malereien sind blond und leuchtend, 
von einer soliden Bleichheit. Das Licht fällt weiss 
und breit auf die Gegenstände und beleuchtet sie 
auf eine sanfte Art. Es giebt da nicht den geringsten 
erzwungenen Effekt. Die Personen und die Land- 
schaften baden sich in einer heiteren Klarheit, 
welche das Bild völlig erfüllt.  
Was mich danach frappiert, ist die notwendige 
Folge der genauen Beobachtung des Gesetzes von 
den Werten. Der Künstler lässt sich irgend einem 
Gegenstand gegenüber durch seine Augen leiten, 
die diesen Gegenstand in breiten Tinten bemerken, 
welche gegenseitig Einfluss auf einander nehmen. 
Ein Kopf gegen eine Mauer ist nur noch ein mehr 
oder minder weisser Fleck auf einem mehr oder 
minder grauen Hintergrund; und das Kleid, an das 
Gesicht herangesetzt, zum Beispiel ein mehr oder 
minder blauer Fleck neben dem mehr oder minder 
weissen Flecke. Daher eine grosse Einfachheit, 
fast gar keine Details, eine Gesamtheit von richtigen
        

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