Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Malerei
Person:
Zola, Emile Helferich, Herman
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1222543
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1224013
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Zukunft aus; jede Gesellschaft bringt ihre Künstler 
her, dieihre Persönlichkeit herbringen. Kein System, 
keine Theorie kann das Leben in seinen unauf- 
hörlichen Produktionen enthalten. Die Rolle von 
uns Kunstrichtern beschränkt sich demnach darauf, 
die Sprachen der Temperamente festzustellen, diese 
Sprachen zu studieren, nachzuweisen, was in ihnen 
von beweglicher und energischer Neuheit ruht. 
Wenn es not thut, werden die Philosophen sich 
damit befassen, die Formeln zu finden. Was mich 
betrifft, so will ich lediglich die Thatsachen zer- 
gliedern  die Kunstwerke sind einfache That- 
sachen. 
Ich habe also die Vergangenheit auf die Seite 
gesetzt, ich habe nicht Regeln noch Normalgewichte 
in Händen, und stelle mich vor Edouard Manets 
Bilder als vor neue Thatsachen, die ich erklären 
und auslegen will. 
Was mich in diesen Bildern zuerst frappiert, 
ist eine sehr zarte Richtigkeit in den Beziehungen 
der Töne unter einander. Ich führe das aus. Früchte 
sind auf eine Tafel gesetzt und heben sich von 
einem grauen Hintergrunde ab. Es giebt unter 
den Früchten, je nachdem sie mehr oder minder 
nahe sind, Farbenwerte, die eine ganze Tonleiter 
bilden. Wenn ihr von einer Note ausgeht, die heller 
als die wirkliche Note ist, müsst ihr einer Leiter 
folgen, die immer heller bleibt. Und umgekehrt 
muss es sein, wenn ihr von einer dunkleren Note
        

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