Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Malerei
Person:
Zola, Emile Helferich, Herman
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1222543
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1223984
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umgeben, die in fortwährender Umwandlung sind  
andererseits werden Künstler geboren, im bleichen 
und kalten Holland, im warmen und wollüstigen 
Italien und Spanien  was thut's, das absolut 
Schöne ist da, es verwandelt sich nicht, es be- 
herrscht die Zeiten. Man zerbricht alles Leben, 
alle Leidenschaften, alle Einbildungskraft, die 
während zweitausend Jahren geliebt und gelitten 
hat, elenderweise gegen dieses Gesetz des absolut 
Schönenf 
Nun kommen meine Glaubenssätze in künst- 
lerischen Dingen. Mit einem Blick umfasse ich 
die Menschheit, die gelebt hat und die von der 
Natur zu jeder Stunde, unter allen Klimaten, bei 
allen Veranlassungen das unabweisliche Bedürfnis 
empfangen hat, menschlich zu schaffen und durch 
die Künste die Dinge und die Wesen wiederzugeben. 
Ich habe solchermassen ein Schauspiel, bei dem 
mich jeder Teil interessiert und tief bewegt. Jeder 
grosse Künstler ist gekommen, um uns eine neue 
und persönliche Übersetzung der Natur zu geben. 
Die Wirklichkeit ist hier das unveränderliche Ele- 
ment, und die verschiedenen Temperamente sind 
die schaffenden Geister, die den Werken ihre ver- 
schiedenen Charaktere geben. In diesen verschiede- 
nen Charakteren, diesen stets neuen Aspekten 
besteht für mich das mächtige menschliche Inte- 
resse der Kunstwerke. Ich wollte, dass alle Bilder 
aller Maler der Welt in einem ungeheuren Saale
        

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