Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Malerei
Person:
Zola, Emile Helferich, Herman
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1222543
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1223938
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Couture machen. Es giebt notwendigerweise füri 
jeden Künstler eine Zeit des Tastens und Zögerns, i, 
die mehr oder minder lange dauert, und es ist zu-  
zugeben, dass jeder diese Periode im Atelier eines 
Lehrers verbringen muss. Ich sehe darin nichts  
vom Übel. Wenn die Ratschläge bisweilen das 
Aufspringen der originalen Begabungen verschieben,  
so verhindern sie es doch nicht; und man vergisst 
diese Ratschläge früher oder später vollständig,  
wenn man eine Individualität von einiger Gewalt ist. 
Jedoch in dem Falle Manet sagt es mir zu, in 
dieser langen und peinlichen Lehrzeit, die er durch- 
gemacht hat, das Symptom der Originalität in der 
That zu erblicken. Die Liste würde zu lang werden, 
wenn ich hier alle die nennen wollte, die von ihren 
Lehrern entmutigt worden sind und hernach Künstler 
von grösstem Verdienst wurden. „du wirst nie 
etwas werden," sagt der Lehrer und das bedeutet: 
„ohne mich giebts nichts, und Du bist nicht ich". 
Glücklich sind die, die von ihren Lehrern nicht 
als ihre Kinder anerkannt werden! Sie sind eine 
Rasse für sich, jeder von ihnen bringt sein Wort 
zu dem grossen Satze, den die Menschheit schreibt 
und der nie fertig werden wird. Für sie ist es 
Bestimmung, Meister ihrerseits zu sein, Evgoisten,  
fest und entschieden geartete Persönlichkeitenilfiykiw 
Als er sich von den Vorschriften einer Natur, 
die von der seinigen verschieden war, entfernte, 
da versuchte Edouard Manet aus sich heraus seinen
        

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