Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Malerei
Person:
Zola, Emile Helferich, Herman
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1222543
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1223904
108 
nicht mit diesem Unterricht abfinden konnte, und 
der Einfluss dieser seinem inneren Wesen entgegen- 
stehenden Erziehung wirkte noch nach, als er die 
Schule verlassen hatte. Drei Jahre schlug er sich 
in dem Schatten dieser Vorträge und Ratschläge 
herum, arbeitete, ohne genau zu wissen, was er 
sah, noch was er wollte. Erst im Jahre 1860 malte 
er den "Absynthtrinker", in dem freilich immer 
noch ein vager Eindruck von den Werken des 
Thomas Couture bleibt, endlich aber im Keim der 
Künstler schon enthalten ist. 
Vom Jahre 1860 an ist sein künstlerisches 
Leben dem Publikum bekannt. Man erinnert sich 
des seltsamen Eindrucks, den einige von seinen 
Bildern auf der Ausstellung Martinet und im Salon 
der Zurückgewiesenen 1863 hervorriefen. Man 
erinnert sich gleichfalls des Lärms, den seine Bilder 
„Christus und die Engel" und die „Olympia" auf 
den Salons von 1864 und 1865 erzeugten. Bei 
der Betrachtung seiner Werke werde ich auf diese 
Periode seines Lebens zurückkommen. 
Edouard Manet ist mittelgross, eher klein als 
gross. Sein Haar und Bart sind blass kastanienbraun, 
die Augen, dicht beieinander und tief, haben jugend- 
liches Leben und Feuer. Der Mund ist charak- 
teristisch dünn, beweglich, etwas spöttisch in den 
Mundwinkeln. Das ganze Gesicht von einer feinen, 
intelligenten Unregelmässigkeit zeigt Biegsamkeit, 
Kühnheit, Verachtung des Banalen und der Dumm-
        

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.