Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Malerei
Person:
Zola, Emile Helferich, Herman
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1222543
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1223842
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erst von vor sechs oder sieben Jahren. Ich würde 
nicht wagen, Manet nach den dreissig bis vierzig 
Bildern, die ich von ihm kennen und bewundern 
gelernt habe, in einer absoluten Weise beurteilen 
zu wollen. Hier ist kein feststehendes Ganze; der 
Maler steht in den fieberhaften Jahren, in denen 
das Talent sich entwickelt und gross wird. Er hat 
bis jetzt zweifellos erst einen Teil seiner Persön- 
lichkeit oifenbart und zu viel Leben, Zukunft und 
Zufälle aller Art vor sich, als dass ich versuchen 
könnte, auf diesen Seiten seine Erscheinung voll- 
ständig darzustellen. 
Sicherlich würde ich es nicht unternommen 
haben, die einfache Silhouette, die es mir nur zu geben 
möglich ist, zu zeichnen, wenn nicht mächtige, be- 
sondere Gründe mich hierzu veranlassen würden. 
Die Umstände haben aus Edouard Manet, obwohl er 
noch sehr jung ist, eines der denkwiirdigsten und 
belehrendsten Studienobjekte gemacht. Es ist mir 
notwendig erschienen, zu studieren und zu erklären, 
welches die seltsame Stellung ist, die ihm nicht 
allein vom Publikum, auch von der Kritik und den 
Künstlern in der zeitgenössischen Kunst bereitet 
wird. Und hier ist es nicht mehr allein die Per- 
sönlichkeit Eduard Manets, die mich beschäftigen 
wird, sondern unsere künstlerische Bewegung über- 
haupt  die Frage nach den zeitgenössischen 
Meinungen in ästhetischen Dingen.  
Ein merkwürdiger Fall hat sich ereignet. Ein
        

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