Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Malerei
Person:
Zola, Emile Helferich, Herman
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1222543
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1223742
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lichere, kräftigere Natur fordern. In diesem Jahr 
hat er Studien ausgestellt, die ohne Zweifel im 
Atelier gemalt sind. Ich ziehe tausendmal eine 
Skizze vor, wenn er sie in freier Natur gemacht 
hat, gegenüber der mächtigen Wirklichkeit. 
Fragt Daubigny, welche Bilder er am besten 
verkaufen kann. Seine Antwort wird lauten, die, 
die er am wenigsten achtet. Man will sanft ge- 
machte Wahrheit, saubere und mit Sorgfalt ge- 
waschene Natur sehen, verschwimmende und träu- 
mende Horizonte gemalt wissen. Malt aber der 
Meister mit Kraft die starke Erde, die tiefen Lüfte, 
die mächtigen Bäume und starken Wellen, so findet 
das Publikum das sofort recht hässlich. Dies Jahr 
hat Daubigny die Menge zufriedengestellt, ohne sich 
zu sehr untreu zu werden. Ich glaube übrigens, 
dass die von ihm ausgestellten Bilder aus älterer 
Zeit sind. 
Pissarro ist ein Unbekannter, von dem auch 
niemand sprechen wird. Ich mache es mir zur 
Pflicht, ihm, bevor ich scheide, kräftig die Hand 
zu drücken. Danke, mein Herr, Ihre Landschaft 
hat mich eine gute halbe Stunde lang erquickt, als 
ich durch die grosse Wüste des „Salons" reiste; 
ich weiss, dass Sie nur mit Mühe zugelassen worden 
sind, und gratuliere Ihnen aufrichtig. Übrigens 
sollen Sie erfahren, dass Sie niemandem gefallen, 
und dass man Ihr Bild zu nackt und zu schwarz 
findet. Warum haben Sie aber auch die grosse
        

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